Kochen ist leicht. Leicht kochen auch.

“Oh nein, nicht noch ein Kochblog. Das ist das letzte, was der Menschheit noch gefehlt hat” denkst du vielleicht. Ich selbst habe so auf jeden Fall gedacht. Es gibt unzählige Webseiten zum Thema Kochen, Rezepte, Diät-Rezepte, trendiges Kochen … Die Webseitenbetreiber sind Firmen, Köche sowie Privatpersonen und Hobbyköche. Ich gehöre zu den beiden letzteren Gruppen. Unten erfährst du warum ich mit diesem Blog angefangen habe, wer ich bin und was ich vom Kochen, Essen und dem Leben halte.

Ich koche seit mehr als 30 Jahren.

Kennst du den Spruch: “Es schmeckt wie zuhause” oder was fühlst du im Bauch, wenn du den Duft des frisch gebackenen Apfelkuchens riechst? Das ist kommt nicht von ungefähr. Unser Geschmack ist anerzogen. Haben wir in frühen Jahren des Lebens mehr Süßes oder Scharfes vorgesetzt bekommen, so entwickelt sich dementsprechend unsere Vorliebe und auch Erwartungshaltung an den Geschmack eines Essens. Als ich mit 22 Jahren in Deutschland mich alleine um meine Ernährung kümmern musste, habe ich angefangen, die Gerichte nachzukochen, die ich von Zuhause kannte. Manchmal hat es funktioniert und mal ist es völlig in die Hose gegangen. Es halfen Kurzanweisungen per Telefon oder ausführliche Briefe meiner Mutter. So hatte ich damals mit viel Improvisieren den Geschmack von Zuhause und in Fremde etwas Heimat auf dem Teller.

Was ich mag:

  • Wenn meine Frau von meinem Essen schwärmt.
  • Freunde bekochen und in guter Gesellschaft stundenlang plaudern und erzählen.
  • Experimentieren und Neues zaubern.
  • Einen guten Wein, ein leckeres Bier oder auch erfrischendes Wasser.
  • Meine Gäste überraschen.
  • Reisen und heimische Gerichte und Lebensmittel kennen lernen.
  • Gutes Essen.
  • Grillen, grillen und noch mal Grillen, nicht nur Fleisch. 
  • Mich auch bekochen lassen.
  • Zum Kochen etwas aus dem Garten holen.
  • Obst und Gemüse im Garten und in Blumentopf pflanzen.
  • Höfe, die Tiere artgerecht halten.
  • Bauern und Hobbygärtner, die die alten und illegalen 😉 Obst- und Gemüsesorten anbauen und zu erhalten wissen.
  • Zutaten aus der Region zu ihrer Jahreszeit.
  • Zeit zum Kochen.
  • Den Leuten von meinen Rezepten erzählen.
  • Hagen Rether, Diana Krall und Tom Waits 🙂
  • und vieles andere noch. Für den Anfang soll das genügen. Das Leben ist schön.

Was ich nicht mag:

  • Fanatismus und Gewalt.
  • Lebensmittel wegwerfen.
  • Stark industrialisierte Nahrungsmittel.
  • Erdbeeren und Tomaten im Winter.
  • Genetisch manipulierte Lebensmittel.
  • Hetze und Dummheit.
  • Essen aus der Dose.
  • Keine Wertschätzung, wie gut wir es hier in Deutschland haben.
  • Demokratische Werte missbrauchen und missachten.

Mein erster Impuls zum Bloggen über das “leicht Kochen”

Meine Frau und ich waren in Memphis Tennessee, um unsere Tochter zu besuchen. Sie war zu der Zeit Studentin. Sie hatte wenig Zeit zum Kochen und mit dem Geld musste sie gut haushalten. Das Essen sollte lecker schmecken, satt machen, gesund sein, das Kochen musste schnell gehen und möglichst nicht viel kosten. Ab und zu soll das Essen auch an die Heimat erinnern, also etwas Futter für den Bauch und die Seele. Wir wurden in den drei Wochen in Memphis, Nashville und Huntsville von den einheimischen Freunden gut bekocht und in die amerikanische Hausmannskost eingeweiht. Es war lecker und interessant. Doch es gab auch Gerichte oder Fast Foods, die strange waren, wie der Amerikaner zu sagen pflegt. Drei Wochen lang die Küche dieser Ecke der USA zu kosten waren gut. Doch wir verstanden auch die Not unserer Tochter, dass ihr das frische und hochwertige Kochen von zu Hause fehlte.

Nun war die Aufgabe klar

Ein paar Tipps mussten für die junge Studentin fern der Heimat her. Wie kann ich gesund, günstig, schnell und leicht kochen? Die Kurzfassung meiner Aufgabenstellung:

  • Mit relativ wenig Aufwand ein schmackhaftes und gesundes Essen kochen.
  • Mit den Resten aus dem Kühlschrank etwas Neues zaubern.
  • Auf Vorrat kochen und einfrieren, denn welche und welcher Berufstätige kann jeden Tag frisch einkaufen und kochen?

Unsere Tochter hat inzwischen ihr Studium abgeschlossen und ist im Arbeitsalltag angekommen. Doch die Fragestellung bleibt.

Pin It on Pinterest

Share This